Wir sind nicht dumm, lieber Herr Maas

Alles mögliche wird reguliert. Zum Schutz des Verbrauchers, heißt es. Unser Justiz- und Verbraucherschutzminister (Verbraucherschutzministerium, wenn ich das schon höre!) Heiko Maas, schreibt dazu:

Die Vorstellung, man müsse Verbraucher nur über alle Einzelheiten eines Geschäfts oder Produkts detailliert informieren, dann könnten sie schon rationale Entscheidungen treffen, verfehlt die Wirklichkeit.

Was macht man also um die armen Verbraucher zu schützen? Information reicht nicht aus, schließlich sind wir, die Verbraucher, viel zu blöd um rational zu entscheiden. Sagt jedenfalls unser Minister. Vielen Dank auch, Herr Maas. Würden Sie bitte vorbeikommen und meine Windel wechseln? Ich schaff’s nämlich nicht alleine.

Man entschuldige bitte meine Ausdrucksweise und Sarkasmus beiseite, aber das ist wirklich eine Unverschämtheit. Was ist mit der Eigenverantwortung passiert? Und der Entscheidungsfreiheit? Ich will nicht von irgendeinem Verbraucherschutzminister gebabysittet werden, weil der glaubt, er wüsste besser als ich selber, was gut für mich ist. Alles, was staatlich sichergestellt werden muss, ist eine ausreichende Information über ein Produkt und die Richtigkeit dieser. Dann habe ich als Verbraucher die Möglichkeit, fundiert zu entscheiden, und bin vor Betrug geschützt.

Der liebe Heiko Maas unterstellt hier mal locker-flockig 80 Millionen Leuten Faulheit und Blödheit; er sagt ja ausdrücklich, dass die Verbraucher, auch wenn sie vollständig informiert sind, nicht rational entscheiden können. Und welche Begründung für diese Entscheidungsunfähigkeit bleibt dann noch? Richtig, Dummheit. Ich für meinen Teil lasse mich jedenfalls nicht von einem, der soviel Unsinn von sich gibt, für dumm erklären.

Wer mehr zum Thema will, sollte sich mal diesen Spiegel-Artikel anschauen.

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